Mittwoch, August 27, 2008
*Schnarch*!
Woche 03
SIE sind unter uns... unerkannt... bis jetzt!
Es ist einfach unglaublich, unfassbar, unbeschreiblich, un"saeglich", wie viele Schnarcher es auf Gottes weiter und schoener Welt doch gibt!!
Ich habe noch keine genauen Zahlen, aber es sind eindeutig zu viele....
Zum Glueck habe ich meinen Ipod bei mir...
Und fuer die ungluecksehligen Individuen, welche weder das, noch andere Anti-Schnarch-Geraetschaften zur Verfuegung haben, gabs sogar mal Ohropax im Automaten in der Herberge zu kaufen, hehe.
Wochenstatistik (Tag 15 - 21)
235100 Schritte (33600)
176,2 km (25,2)
7680 cal (1100)
38,75 h (5,5)
4,5 km/h
Das Wort zum Tag
Tag 15: Als ich schlafenging faengt die Dorf-Fiesta erst richtig an und als ich am naechsten Morgen losmarschierte, machten sich die ersten Kids am heimweg (oder zur naechsten Disco..?)
Tag 16: Verlaufen und bei Herberge mitten in der Einoede gelandet (zusammen mit der gesamten deutschsprachigen Pilgerschaft - alle unabhaengig voneinander... hehe!). Ueberraschenderweise volles Abendunterhaltungsprogramm in dem Kaeffchen --> "Squash"-Turnier ohne Schlaeger und Schweinchenfangen *g*
Tag 17: Ipod-Flitz-Wandern
Tag 18: Entertainment-Metrolpole Leon!
Internetsurfen, Shopping, Time Crisis (Computerspiel), Burger King,... und dann diese Wahnsinnskathedrale!!
Tag 19: Pampa so weit das Auge reicht - stundenlang... ereignislos... NICHTS erwaehnenswertes passiert...!
Tag 20: Schokostadt Astorga! Waaarum muss Schoki so verdammt SCHWER sein... schluchtz!
Tag 21: Diavolo spielen und nach-Hause-telefonieren!! =)
Donnerstag, August 21, 2008
320,6 km !
Woche 02
14 Tage nunmehr schon ver"gangen" ;)
Heute daher ein Auszug aus dem Pilgeralltag einer braven Peregrina:
Ziel#01: So viiiiele Stempel fuer den "Credential" (=Pilgerausweis) sammeln wie nur geht -> je mehr, umso mehr Prestige unter den Pilgern... daher in jede Kirche, jede kleine Bar, Albuergue, Tourist Office, etc. reingestuermt und als erstes nach dem begehrten "sello" Ausschau gehalten.
Hehe, naja, so arg isses nicht, aber liab sind die kleinen Stempelbildchen ja schon (wie die Pickerl, die man in der Volksschule fuer einen guten Aufsatz erhaelt... ;-))
Ziel#02: Wer nicht VOR Sonnenaufgang losgeht (also im Stockfinsteren!), hat schon verloren!
Haha, ich glaub ich stell nen neuen Rekord auf im "als-Letzte-die-Herberge-verlassen" -> soll heißen, ich bin meist so um 7-7:30 am losgehen... (so oft hintereinander so frueh aufgestanden bin ich mein Lebtag noch nicht..)
Ziel#03: Nachdem man versucht hat, so oft wie moeglich "Buen Camino!" ueber den Tag verteilt von sich zu geben (hierzu eignen sich v. a. die Radfahrer, denen man selbiges voller Enthusiasmus nachschreien kann), heißt es, einen guten Platz in der Herberge ergattern (was meist schon so um 13-13:30 der Fall ist... ka Wunder, wenn man um 07:00am loshatscht...).
Ziel#04: Belohnungsnascherei fuer die heutige, zurueckgelegte Strecke, Duschen, Waesche waschen und aufhaengen, Zeug reorganisieren, ev. eine Kleinigkeit essen, einen Tee kochen...
Ziel#05: Siesta!! (das was ich eigentlich jetzt gerade machen sollte... =))
Von 14:00-18:00 sieht man keinen Spanier auf der Strasse - die Geschaefte sind zu, alles ist wie ausgestorben - jede Stadt wird zur Geisterstadt.
Wer haette gedacht, wie entspannend so ein Schlaefchen am Nachmittag sein kann... werde das zuhause auch einfuehren!
Der Tag wird schließlich abgeschlossen mit Abendessen (ev. selber kochen, je nach Zustand der Herbergskueche), ein bisschen Tratschen, Fusspflege, Planen der morgigen Tagesstrecke und dann hektisch Zaehneputzen, denn um 22:00 geht das Licht aus!
Wochenstatistik (Tag 08 - 14)
224500 Schritte (32070)
169 km (24)
7350 cal (1050)
36,25 h (5,2)
4,7 km/h
Tagesmotti (Mehrzahl von "Motto"?)
Tag 08: ... durchhalten, nur noch 5000 Schritte bis zum Pool...
Tag 09: Yoga rulez! Erstmals KEINE Knieschmerzen nach gestriger Yogasession. Aufgrund heller Freude ueber endlich wieder voll einsatzfaehiges Knie begibt sich Kleintina, kaum, dass sie den Rucksack in der Herberge abgeladen hat, vorbei an den verdutzten Gesichtern der Pilgergenossen auf Joggingerkundungsgang! Hehe!
Tag 10: Riesen-Kaff Burgos (Asphaltstrassen, "kalte" Herberge, aber schoene Kathedrale
Tag 11: Siesta in tibetischer Einsamkeit und Gemeinschafts-Spaghetti-kochen
Tag 12: Sonnenaufgang, Tortilla & HippieHerberge
Tag 13: Pool 2, das ist ja fast wie Urlaub
Tag 14: "Stumpfsinnweg" geht scho wieder entlang der Schnellstrasse... dafuer Kuckerutz geklaut und mit viel Heimweh verspeist
Freitag, August 15, 2008
Gut Hatsch...!
Diesjaehriges Sommerprojekt: Der Jakobsweg!
In 5 Wochen von Pamplona nach Santiago de Compostela.
Schon nach einer halben Stunde bin ich vollkommen ins Pilgerdasein eingetaucht! Wie in Trance immer dem Vordermann folgend, ging es munter dahin... ploetzlich ein Aufschrei: "¡Juan!", begleitet von einer Geste nach rechts -- *ups* fast schon ganz zu Beginn den falschen Pfad gewaehlt... hehe, umgehend schwenkten also eine kleine Pilgergruppe und ich in die angegebene Richtung um.
Dieses Erlebnis soll aber in keinster Weise bezeichnend fuer den "Camino" sein. Er ist dermassen gut beschildert, dass es sogar fuer so ein Orientierungsproblemkind wie mich die reinste Freude ist, jenem zu folgen.
Nur einmal noch waere ich fast falsch abgezweigt, als ich zu sehr mit Blumen riechen und Gegend geniessen beschaeftigt war als auf den Weg zu achten... doch Sekunden spaeter brachte mich aufgeregtes Geschrei einer pflichtbewussten Spanierin wieder zurueck in die richtige Richtung, was ausserdem ein dankbares "Muchas Gracias" und ein verlegenes Laecheln von mir zur Folge hatten.
Das alles festgestellt - und die Tatsache unterstrichen, dass es praktisch unmoeglich ist, dem Drang zu widerstehen diesen kleinen, gelben, verlockenden Pfeilen bedingungslos zu folgen - moechte ich an dieser Stelle doch darauf hinweisen, dass ich nicht nur einmal gerne einem verheissungsvollen Seitenpfad ins Unbekannte gefolgt waere... so beeindruckend das Wandern auf den Pfaden des alten Pilgers sein mag, ich glaube, ich bin doch eher der Entdeckertyp, der gerne auf neuen Wegen wandelt...
Eckdaten: Camino Francés
Strecke: Pamplona - Santiago
Entfernung: ~750km
Rucksack: 14,5kg
Zeit: 34 Tage
Mitpilger: ~ 114.000/Jahr
Tagesmotto:
Tag01: ungetruebte Freuden des frischgebackenen Pilgerlebens - mei, is des schee!
Tag02: Die Gedanken pendeln ausschliesslich zwischen Kniegelenks- und Sohlenschmerzen hin und her
Tag03: Compeed, wer braucht Compeed? ... ICH!!!
Tag04: Der unvermeidliche Muskelkater laesst mich schwer daran zweifeln, ob ich das ganze Zeug in meinem Rucksack WIRKLICH brauche... (-> ein passendes Zitat in diesem Zusammenhang: "Ich kann leider nicht LEBEN ohne diesen Foen!!!!" ;-))
Tag05: damit ich ein wenig von den Beinen abgelenkt werde, kommen hoellische Nackenschmerzen hinzu
Tag06: Blasenrevival
Tag07: ich bin alt... mein Knie ist wetterfuehlig
Nun, soviel zum koerperlichen Befinden (gaaanz so arg wars eh nicht), ab dem 4ten Tag ca. konnte ich meine Gedanken zumindest zeitweise auch auf etwas anderes lenken und die wunderbare Landschaft bestaunen, wenn es nicht gerade neben dem highway entlang ging... an dieser Stelle sollten jetzt ein paar gelungene Photos aufscheinen, was sie aber erst nach meiner Rueckkehr tun werden.
Inzwischen gibt´s eine Wochenstatistik mit meinen hoechstpersoenlichen Leistungen:
[insgesamt (durchschnittliche Tagesleistung)]
208800 Schritte (29800)
151,6 km (21,7)
6740 cal (963)
34,75 h (5)
4,4 km/h
4 Blasen
6 Siestas
1x Regen
Tagwache: 6:00am (verrueckte, unfassbar motivierte Pilger da..)
Temp: 14-31°C
Erleuchtungen: etliche (bei genauerer Betrachtung allerdings eigentlich doch nicht wirklich viel unterschiedlichere Gedanken als normal... ich bin IMMER erleuchtet ;-))
Samstag, Februar 16, 2008
French Riviera for the weekend
Idee klingt gut, Umsetzung gestaltet sich aufwendig, Betrachterspass: ich bin optimistisch^^
Der link dazu:
Größere Kartenansicht
Der blog in klassisch:
Nach der Ankündigung, dass es morgen schon losgeht immer noch ein strahlendes Lächeln - gottseidank, ein gutes Geschenk.
Auch Helmut war erleichtert, dass er nun nicht mehr genötigt wurde das Geheimnis preiszugeben.
Um 8:00 in der Früh stand ich vor der Tür und holte eine freudenstrahlende Ursula ab.
Reisebär hat tapfer als Quetschkissen bei Flugzeugstartängsten gedient.
Dieser erwies sich, wie ausnahmslos alle Franzosen mit denen wir zu tun hatten, als äußerst hilfsbereit und freundlich, ja sogar herzlich.
Woher stammen die Gerüchte von hochnäsigen, ungastlichen Franzosen?
Die ersten 3 Nächte verbrachten wir in diesem entzückenden, sympathischen Hostel im 'Le Petit Prince' - Style:

Abends...
...Die Strandpromenade von Nizza
in der Innenstadt - eine Seitengasse der Haupteinkaufsstrasse (welche man leicht mit der Mariahilferstrasse verwechseln hätte können, fanden sich doch auch hier H&M, C&A, Zara und weitere bekannte 'Fetzenläden' - allerdings mit unterschiedlichem Sortiment! Klar, dass wir das genauer unter die Lupe nehmen mussten... ;))
Entzückende Fassaden und Geschäfte in der Altstadt
Wer nicht im Meer war, war nicht da!
Nizza von oben
Ein Tagesausflug in die Mittelalterstadt Eze

Bei schönstem Sonnenschein schlenderten wir durch die entzückend angelegte Burgstadt, vorbei an versteckten Gärten, Verkaufsständen und Cafés. Mittendrin entdeckten wir - nicht ganz stilecht - einen Lambourghini:
Am Abend haben wir uns so richtig fesch gemacht - schließlich gings nach Monaco!
So machten wir das Casino unsicher. Doch schon vorher, während der Fahrt dorthin beschlich uns ein mulmiges Gefühl - Grund dafür waren wohl die menschenleeren Strassen, alles blitzsauber und edel, exklusiv und seelenlos...Das Casino selbst war ebenfalls wie ausgestorben und im Vergleich zu den beeindruckenden Fassaden draußen fast zu unspektakulär.
Ohne zu übertreiben, kann weiters behauptet werden, dass wir 2 eindeutig die bestgekleideten, wenn sicher auch nicht reichsten (500 Euro-Scheine wurden ganz nebenbei gesetzt) , Besucher dort waren - in Monaco - im Casino! Tatsächlich kam ich mir teilweise overdressed vor!
Alles in Allem war es ein interessanter Abend, den wir nicht missen wollten, dennoch waren wir froh zu später Stunde wieder in unserem gemütlichen, kleinen Hostel in Nizza einzutreffen.
Schon hieß es für uns weiterziehen. Die stets hilfsbereiten und freundlichen Nizzianer und das einfache wie praktische Busnetz entlang der Küste brachten uns rasch nach Cannes, wo wir einer neuen Herausforderung gegenüberstanden...
Es war MIPIM-Kongress! Überall MIPIMs, auf den Strassen, im Restaurant, in den Geschäften, an der Promenade und vor allem in den Hotels!
Naiv-sorglos-voller guter Dinge fielen wir in der Touristeninfo ein und versuchten den schnellsten Weg zu unserem bevorzugten Hotel herauszufinden. Die freundliche Angestellte blickte mit einem sorgenvollen Blick auf uns, der mir nicht gefiel und uns Böses ahnen ließ.
Wir haben nicht reserviert? Hmm, ... durch den Kongress befanden sich ca. 25000 Menschen mehr in der kleinen Küstenstadt als gewöhnlich. Dementsprechend knapp auch die Anzahl an freien Betten. Und das genau an diesem Wochenende. Volltreffer. Doch wie es meistens so ist, ergab sich auch hier eine Lösung. Nach ein paar Telefonaten konnten wir ein wunderschönes Zimmer im zentralen und günstigen Hotel "Shilla" für die nächsten 2 Nächte unser eigen nennen.
Auch Cannes konnten wir in seiner ganzen Pracht bestaunen und besichtigen, am Abend gab es sogar ein Feuerwerk.
Schließlich ließen wir den Abend in einem der zahlreichen, kleinen Café-Restaurants ausklingen in dem wir vorzüglich speisten. Auch Reisebär war natürlich mit von der Party und ganz begeistert von der appetitanregenden Speisekarte.Tag 03: Krass in Grasse


Tag 04: Anscheinend hat die Exklusivität der französischen Küste auf uns abgefärbt - ganz lässig fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen, wo wir uns darauf verließen, dass das Flugzeug auf uns wartet - da wir ein klein wenig später als geplant ankamen - 2 Minuten nach offiziellem Stop des check-in...
Natürlich war die Geschichte etwas anders. Sie involvierte unter anderem ein wenig Naivität, unglücklich gewählte Busfahrzeiten, dahingurkende Busfahrer, vorbeischleichende Landschaften, Abend-Stossverkehrs-Staus und schließlich ein verspätetes Flugzeug...
Zunächst genossen wir unser letztes Croissant-Frühstück in aller Ruhe in einem der zahlreichen, geradezu entzückenden, gemütlichen, freundlichen Bistros (dies wird an dieser Stelle so überschwenglich gelobt, da wir wirklich begeistert waren von der grossen Gastfreundschaft der Franzosen, welche doch manchmal recht verschrien ist).
Mhmmmm!
Zurück zum Thema:
NEIN, wir haben trotz der ganzen Leckereien und der Gemütlichkeit den Bus nicht verpasst! Wir nahmen einen Bus zu früh!
Unser Verhängnis war, dass 2 min. vor dem Express-Airport-Bus ein zweiter Bus zum "Aeroport" fuhr, und zwar der Ich-halt-in-jedem-Kaff-Grundelbus!
Dieser verschaffte uns eine wunderbar angenehme Fahrt mit Blick aufs Meer an der idyllischen Küste entlang... bis ungefähr zur Hälfte der Strecke als uns schön langsam dämmerte, dass wir wohl den falschen Bus genommen haben mussten - schließlich hätten wir schon am Flughafen sein sollen... von da an war die Fahrt dann nicht mehr so entspannend. Minutengenau wurde versucht vorauszuahnen, wann der Bus den Flughafen erreichen konnte. Es sah nicht gut aus...
Wie auf Nadeln verbrachten wir die lähmende 2. Hälfte der Busfahrt. Kaum waren die Türen offen, sprinteten wir Richtung Flughafengebäude, Treppe rauf, Treppe runter, endlich der Schalter. Wir müssen schon recht verzweifelt dreingeschaut haben, denn die ersten beschwichtigenden Worte kamen von der netten Dame am Schalter: wir können uns beruhigen, die Maschine hat Verspätung.
Puhhh! Tief durchatmen und freuen.
Tja, wie schon die alte Weltenbummlerweisheit sagt: Wenns mal wirklich wichtig ist, dann wird alles gut gehen. Die Dinge fügen sich einfach immer zum Besten, wenn man darauf vertraut.
Oder wir hatten einfach 'meisterliches Glück' ;))

Auf jeden Fall erwischten wir problemlos den Flieger, konnten rechtzeitig wieder in die Arbeit bzw. auf die Uni gehen und Bärchen bekam seinen obligatorischen Flugzeug-Drink! *G*
Sonntag, Januar 06, 2008
Минск
schon geil)
geht in Erfüllung
(das Ergebnis ist recht passabel geworden, wenn man berücksichtigt, dass ich kurz zuvor 1,2,3 selbstgebrannte Stamperl (doppelte) zusammen mit Honigbrot+Essiggurke oben drauf, zu mir genommen habe)
wurde ausserdem mitgenommen zum Tontaubenschiessen
(wer den Ton aufdreht hört wie russisch klingt...)
Sonntag, September 30, 2007
bungeeee
einfach so genial... wenn ich´s seh, will ich gleich wieder springen
Dienstag, September 18, 2007
Baiachale!
Was man nicht alles erlebt, wenn man in der Weltgeschichte herumreist.
Die letzten 3 Tage verbrachte ich im wunderbaren Last Resort, einer Idylle mitten in der ueppigen, nebeligfeuchten, nepalesichen Bergvegetation. Was fuer ein Unterschied zur trockenen, sonnenklaren Ebene Tibets.
Ganz herzig sind geraeumige Zelte im gepflegten (und spinnenreichen) Garten aufgebaut (keine Spinnen in Tibet!), es gibt Duschen mit heissem Wasser den lieben langen Tag, das Essen ist geradezu vorzueglich (nunja, nach 2 Wochen Reis, Kartoffeln und Nudeln, ev. mit etwas Yakfleisch und viel Fett, ist man nicht mehr sehr waehlerisch... +)).
Gleich nebenan befindet sich ein kleines nepalesisches Dorf. Einen schoenen Wanderweg den Huegel hinauf, steht eine Volksschule. Die perfekte Gelegenheit meine mitgebrachten Luftballone zu verteilen, welche die Kinder laechelnd annahmen, um gleich danach nach Geld zu fragen... es ist sehr schockierend und traurig, wie stark hier (und genauso in Tibet) die Menschen aufs Betteln konditioniert sind. Ich moechte nicht behaupten, dass ich einschaetzen kann wie es den Menschen hier geht, aber ich habe bereits in Suedostasien, in Teilen Kathmandus und in Delhi Menschen gesehen, die WIRKLICH arm waren. Diese Dorfbewohner fuehren im Vergleich ein gutes Leben. Trotzdem betteln sie fast beilaeufig jeden Touristen an und sind tw. sehr missgelaunt, wenn man nicht sofort die Geldboerse zueckt. Diese Unart, von unverantwortlichen Touristen anerzogen, kann in Sekundenbruchteilen eine wunderbare Stimmung und gute Laune zerschmettern, weil man natuerlich die Ungerechtigkeit in der ganzen Sache sieht und helfen moechte, aber 1. sowieso nie allen ausgestreckten, bettelnden Haenden gerecht werden kann und 2. diese Art und Weise die Falsche fuer mich darstellt. Kinder sollten schon gar nicht zum Betteln erzogen/gezwungen werden und auch aelteren Menschen ist mehr geholfen, wenn man lokale Hilfsorganisationen unterstuetzt. So meine Ansicht.
Nichtsdestotrotz kann man eine sehr nette Zeit mit den Einheimischen, und v. a. den Kindern verbringen, wenn man etwas auf sie eingeht, freundlich ihre ersten Versuche zu betteln abwehrt und ein paar Worte nepalesisch probiert.
Hmm, da bin ich jetzt etwas vom Thema abgeschweift.
Zurueck zur "Karmabar" im Last Resort. Wie so oft bleibt man als traveller nie lange allein unter anderen Reisenden. So fand ich mich am ersten Abend bereits voll eingegliedert in die "banda" (russian translate: Gang, Gruppe, Bande) der 4 Freunde Vadim, Vovka, Alex und Mitya (Mitunshka Koslik ;-)).
Trotzdem nur 2 von Ihnen halbwegs gebrochenes English sprachen, hatten wir einen Heidenspass und verbrachten diesen und die folgenden Abende mit Trinken (S jablischnam sokom; russian translate: Whisky mit Apfelsaft), Plaudern, Trinken (Narastrovje!), Russisch lernen (priviat chuwhaki! - Hallo Freunde!), Trinken (Baiachale!), Karten spielen, Trinken (NuBuzmo!), zu meiner ipod Musik wie wild abshaken, Trinken (Servaas!), Trinken (Sarastrovje!), Trinken (tri minja ovascheisch?) und schliesslich "Bruderschaft!", Dod na! - auf Ex! - und Briachale...
Jo,... also eins stimmt, die Russen trinken gern und viel.
Was mir aber bisher nicht bewusst war: was fuer ein herzliches Voelkchen sie sind! Ich habe noch nie in meinem Leben so gutmuetige, froehliche, aufgeschlossene und positive Menschen getroffen. Und nie haette ich gedacht, sie ausgerechnet in Weissrussen zu finden.
Ich kann nur sagen, ich hatte wirklich eine fantastische Zeit und fuehlte mich ausgesprochen wohl als Teil unserer kleinen "banda".
Der Regen am ersten Tag machte das Canyoning unmoeglich und so verbrachten wir einen Entspannungstag gemuetlich auf den zahlreichen Polstern der Karmabar herumlungernd.
Am 2ten Tag wurde es ernst mit dem bungeeeeeeeeeeeeeee! Ah, was fuer eine geile Umgebung fuer den Sprung! Kann ich jedem nur waermstens empfehlen. Ich habe ueberhaupt das grosse Los gezogen, da ich aufgrund meines Koerpergewichtes (=*zensored*kg) den allerersten Sprung an diesem Tag wagen durfte. Viel muss ich dazu nicht mehr erzaehlen, denn es gibt ein Video!! Nur eines, es war absolut genial!!!
Am Tag 3 war Raften angesagt. Extra-Chill-Faktor: 80% unserer Mannschaft verstanden nur russisch, weshalb es etwas dauerte bis die englischen Kommandos korrekt befolgt werden konnten... yepahh! Bhote Kosi River war fun pur!
Anschliessend ging es zurueck nach Katmandu. Da wir zusammenbleiben wollten, stieg ich mit meinen neugewonnenen Freunden aus und wir machten uns auf den Weg zum Hotel... und landeten schliesslich vor der Tuer vom "tadadadaaa!" Dwarika's Hotel***** (ein Fuenfsterneluxuspalast). Wow. Ok, das haett ich mir jetzt nicht erwartet. Na mal fragen was das Zimmer so kostet... 150 US $ mit allen Ermaesigungen, die unser guide rausschlagen konnte... Wahnsinn. Das ist mir zu teuer. Doch Dank viel Verhandlungsgeschick und Hilfe von allen, konnte ich fuer 45$ mit Extrabett in einem der Doppelzimmer uebernachten. Nunja, also wenn man schon fuer diesen "Spotpreis" eine Nacht im 5-StarHotel bleiben darf, inklusive Fruehstueck,...
Ich glaub, ich hab noch nie in so einen feinen Hotel geschlafen. Was fuer ein Erlebnis. Als erstes natuerlich sofort den Pool ausgecheckt und ein paar Runden gedreht, dann einfach nur im Zimmer gesessen und mit offenem Mund herumgestarrt. Da sind 2 (!) Waschbecken im Bad; WC, Bidet, Badewanne,... der Boden war so sauber, dass ich davon haette essen koennen. Man muss das Ganze in Relation sehen, keine 4 Tage vorher habe ich in einem Guesthouse in Tibet uebernachtet, wo ich meinen Rucksack nicht abstellen wollte, da der Boden so staubig war und beim Essen gebetet habe, dass ich keinen Batzendurchfall wegen der horrenden hygienischen Bedingungen bekomme.
Tja, man muss das Leben so nehmen wie es kommt =))))))
Um diesen Megapost endlich abzuschliessen, neben einigen coolen russischen Phrasen, habe ich mind. 15 "russion traditions" gelernt, die Interessantesten davon:
1. Trinken
2. schnell trinken (geht auf alte Zeiten zurueck: frueher, als die Leut noch sehr arm warn und nicht im Lokal, sond. auf der Strasse getrunken haben, konnten sie meist auch nur 1 Glas organisieren und daher musste jeder schnell trinken damit der naechste endlich zum Glas kam und ebenfalls seinen Durst stillen konnte...)
3. Glaeser mit Stiel -> das Glas kann nicht am Tisch abgestellt werden, das es sonst aufgrund seiner einmaligen Konstruktion umfallen wuerde. Das heisst man muss austrinken, bevor man das Glas abstellen kann.
4. und ueberhaupt, jedesmal, wenn irgendwas anstand: Russian Tradition! *ggg*
Somit verabschiede ich mich fuer's Erste, mit dem Versprechen den naechsten post endlich Tibet zu widmen!
Dienstag, September 11, 2007
Bereit fuers Nirwana
Solange dauert eine Tour zum Kailas, dem heiligsten Berg der Welt, ein 4 Tages-Trekking rundherum (die sogenannte Kora (hoechster Punkt: Droelma La mit 5630m!), mit welcher mir alle Suenden dieses Lebens erlassen wurden!) und zurueck. Nun kann ich beruhigt dem Sensenmann entgegensehen, da ich ganz bestimmt ins Nirwana komme, so jedenfalls meine Auslegung...
Was ich auf diesem einmaligen Trip alles gesehen, erlebt und gefuehlt habe, passt nicht in einen post und schon gar nicht in eine Internetsession. Daher werden noch viele posts folgen, vielleicht auch erst etwas zeitverzoegert, da ich morgen wieder in Nepal sein werde und dort plane, den hoechsten bungeejump der Welt (160m!!!!!!!!! Ah!!!!!!!!!) zu machen, sowie zur Entspannung dann noch ein wenig Canyoning und Raften zu gehen, bevor eine ausgedehnte shopping-tour in Thamel (Katmandu) und der anschliessende Heimflug folgen.
Sonntag, August 26, 2007
Tsampa & Happy Mac Sunday Eisbecher
Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich einem Eisbecher mit echter (!) Schoko-Sauce nicht widerstehen konnte - natuerlich nur aus Forscherdrang, um hier festzuhalten, ob die Qualitaet auch jener zuhause entspricht - die Antwort ist eindeutig ja. 1:1 das gleiche Zeug was man in jedem Maci auf der ganzen Welt bekommt.
Was erfreuliches: Schaut so aus als ob ich 2 feste Reisepartnerinnen fuer die Kailas Kora gefunden habe, welche die Nationen Holland und Tschechien vertreten. Jipiee!
Mittwoch, August 22, 2007
schneesturm und sonnenbrand
Inzwischen in Lhasa angekommen, habe ich tatsaechlich eine Internetbar gefunden, welche Photos von meinem uebervollen memorystick auf CD verewigen konnte (es lebe die Kirey Hotel Bar!) und sogar Skype im Angebot hatte. Ganz ehrlich, da kommt man sich nicht wie in Tibet vor, dem unbezwingbaren Dach der Welt auf durchschnittlich 4500m, mit all den Strassen und chinesischen Restaurants, Internetcafes, Supermaerkten, Autos, Gebetsmuehlenverkaeufern und so weiter.
Ganz anders die letzten paar Tage auf dem Landweg von Katmandu nach Lhasa. Photos koennen gar nicht ausdruecken, wie wunderbar abenteuerlich diese Reise verlief. Vielleicht koennen die Videos ein bisschen mehr Einblick geben (leider kann ich diese erst nach meiner Rueckkehr raufladen).
Ich kann jedem nur empfehlen diesen Weg nach Tibet zu waehlen. Die Landschaft war fantastisch, man trifft viele Tibeter, sieht interessante Kloester und erlebt das Land einfach viel intensiver als mit dem Flugzeug in Lhasa zu landen, welches so gar nichts mit dem Tibet gemeinsam hat, wie man es sich vorstellt.
Ein kurzer Zeitplan der Tour:
Tag 1: Abreise von Katmandu um 7:00am (1300m auf 3750m)
Horrorbusfahrt ueber schlammige (Monsoon!) Steinstrassen, neben steilstem Abgrund. Ich hatte das zweifelhafte Vergnuegen ganz vorne zu sitzen und alles live mitzubekommen. Nicht gerade zuversichtlich stimmte mich der angespannte Gesichtsausdruck des Fahrers und das knirschen des altertuemlichen Buses (der bei uns locker in jedes Museum reingekommen waere). Grenze wurde ohne groessere Probleme ueberschritten, mehr Probleme machte mir da die Zeitumstellung, aufgrund derer ich fast 1 Stunde zu spaet zu unserem Treffpunkt erschien und mir eine boese (aber verdiente) Strafpredigt von unserem guide anhoehren musste. Schliesslich hies es 4 Stunden im (stehenden!) Jeep ausharren bis wir im Dunkeln der Nacht (es war inzwischen 01:00am des naechsten Tages) weiterfahren konnten. Grund: Strassenbauarbeiten (die auch bitter notwendig sind). Wetter: griesgraemigstes Grau. Zustand der Strasse: das nennen die "Strasse"?? Unterkunft: Bett, keine Dusche
Tag 2: Von Nyalam nach Tingri (3750m auf 4300m) ueber 2 Paesse (5200m).
Erste Anzeichen der Hoehenkrankheit, aber voller Begeisterung im Schnee gelaufen (ungefaehr 2 Schritte und dann keuchend stehengeblieben) =))) Wetter: Regen ohne Unterbrechung, Nebel ueberall (sind da ueberhaupt Berge? Ich glaub, das mit dem Mt. Everest is nur ein Schwindel...) Zustand der Strasse: schaukel, spring, huepf, rumpel, polter, wackel,... Unterkunft: Bett, keine Dusche; erstmals Buttertee getrunken (fuer die unwissenden unter Euch, das ist Tee mit Yakbutter und Salz... war aber gar nicht sooo uebel)
Tag 3: Tingri - Shigatse (4300m auf 3900m)
Highlight des Tages: eine Dusche! Und natuerlich das Tashilhunpo Gompa (Kloster). Und das Wetter: erstmals blauen Himmel in Tibet gesichtet und dann strahlendster Sonnenschein. Zustand der Strasse: Asphalt! Unterkunft: superluxus-Hotel
Tag 4: Shigatse - Gyantse (3900m auf 3950m)
Weiterhin Traumwetter den ganzen Tag. Stimmung merklich gehoben. Meiste Zeit mit Landschaft anstarren verbracht. Und wieder schoenes Kloster gesehn - Pelkor Choede Monastery und Kumbum Choerten. Abendmahl in chinesischem Restaurant. Essen wurde durch zeigen auf die Speisen am Nachbartisch bestellt, mangels englischer Speisekarte oder Verstaendigungsmoeglichkeit mit Personal.
Tag 5: Gyantse - Lhasa (3950m auf 3600m)
Aufbruch um 05:00am... wiedermal wegen Strassenarbeiten... war aber nicht so schlimm. Leider kein schoener Sonnenaufgang. Dafuer tuerkisblauer Yamdrok Tso (See) im glitzernden Sonnenschein. Rest des Tages mit bloggen verbracht ;-)
hat sich von mir streicheln lassen
unser Jeep
Eigenkonstruktion meiner 2 Mitbewohner, da das Dach unserer zweiten Unterkunft undicht war
durch "mein" GPS war ich immer auf dem neuesten Stand was unsere Hoehe betraf (urcool)
die jungen Gelugpa (Gelbmuetzen) waren ganz begeistert von meinem lonely planet
om mani padme hum ("hail to the jewel in the lotus") Gebetsmuehlen
so macht man hier heisses Wasser - und das funktioniert sehr gut - autsch!
Bildnis einer Gottheit in der Kumbum Stupa
am Tag 5 brachen wir um 5:00 in der Frueh auf und hatten dann auch noch einen Platten in der Dunkelheit - mich freute es, da ich so den Sternenhimmel ungestoert betrachten konnte
endlich schoenes Wetter am Yamdrok Tso
die Massen von chinesischen Touris wurden angekarrt um...
... genau dieses Bild zu knipsen
feinster Sand mitten am tibetischen Hochplateau (ich will ans Meer!!!)


